Evangelische Kirchengemeinde A.B. Hermannstadt

Diakoniehof SchellenbergServicii sociale comunitare

 

Diakonie-Projekt Schellenberg

Die Evangelische Kirchengemeinde A.B. Hermannstadt hat seit dem Jahr 2005 das Projekt „Betreutes Wohnen“ begonnen.
Ziel des Projektes ist, bedürftigen Menschen eine befristete Unterkunft bereitzustellen: einerseits sind das obdachlose Familien und andererseits behinderte und bedürftige Menschen, die mit ihren finanziellen Mitteln nicht zurecht kommen und eine Zeit lang
begleitet werden müssen auf ihrer Suche nach Wiedereingliederung in die Gesellschaft.

Zu diesem Zweck haben wir beschlossen, das Pfarr-Anwesen der Kirchengemeinde Schellenberg, die zu Hermannstadt gehört, für diakonische Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Teil dieses „Diakoniezentrums“ ist das Projekt „Betreutes Wohnen“. Für dieses Projekt sind wir auf Spenden angewiesen, da die bisherigen Versuche, den Staat in seine Verantwortung zu nehmen, noch nicht die erhofften Resultate gezeigt haben.

 

Einige Fälle
Begonnen haben wir 2008 mit einem ersten Paar, das durch einen Unfall arbeitsunfähig geworden war und in Schellenberg Unterkunft fand. Im Jahr 2009 haben wir ein älteres Ehepaar unterbringen können. Das kleine Monatseinkommen von 230 Lei (ca. 50 Euro) ermöglichte diesem Ehepaar nicht einmal die laufenden Kosten zu finanzieren, geschweige denn eine Wohnung zu mieten.
Dank einer Spende ist es uns gelungen, im Jahre 2010 aus dem alten Glöcknerhaus eine Sozialwohnung und ein Büro einzurichten. In der Sozialwohnung haben wir einen 40 jährigen Mann (psychischkrank, alleinstehend, alle seine Verwandten sind ausgewandert) unterbringen können. Sein Einkommen besteht auch nur aus einer Behindertenhilfe von 230 Lei (ca. 50 Euro).

Das Büro haben wir dieses Jahr auch aufgeben müssen, da es einen Notfall gab und wir es einer krebskranken Dame (52 Jahre) und ihrem Sohn (arbeitslos) zur Verfügung gestellt haben.

 

Gartenarbeit
Der grosse Pfarrgarten bietet uns eine hervorragende Gelegenheit, die dort wohnenden Leute nebst gelegentlichen Volontären in eine sinnvolle Tätigkeit  einzubinden, die ein zusätzliches Einkommen für das Projekt liefert. Unser Diakoniezentrum hat sich dadurch zu einem sehr lebendigen Ort entwickelt. Auf dem 2 Hektar Grund wird Landwirtschaft sowie Viehzucht (Hühner, Schafe, Hasen) betrieben, wobei wir von einem Bio-Landwirt angeleitet werden. Ausblick
In der nächsten Zeit soll das Projekt Schellenberg mit einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen erweitert werden (in Zusammenarbeit mit dem Diakoniewerk Gallneukirchen), und um einen kleinen Laden an der Strasse, der als Kontaktstelle nach aussen dienen soll und in dem die Produkte des Gartens, der Werkstatt sowie second-hand-Kleider verkauft werden.

Kirche, Pfarrhaus und Scheune vom Schellenberger Garten aus gesehen
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