Evangelische Kirchengemeinde A.B. Hermannstadt

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Die "grüne Kirchenburg Hammersdorf" - ein Ort des Segens

Hinter dem trocken anmutenden Titel “Projekt Hammersdorf” begann die Kirchengemeinde Hermannstadt schon früh an einem Konzept für die kleine Kirchenburg am Rande der großen Stadt zu arbeiten. Die große Kirchengemeinde Hermannstadt hatte die geistliche Betreuung der kleinen Kirchengemeinde von Hammersdorf bereits inne, als 2005 die Verwaltung dazu kam, 2009 die Hammersdorfer Schule rückerstattet wurde, 2013 schließlich ein Gemeindeverband gegründet wurde, die die Gemeinden zusammenschloss. Man war sich bald einig, dass die Kirchenburg mit der rückerstatteten Schule für den Gemeindeverband Hermannstadt - Hammersdorf - Schellenberg ein Mittelpunkt für die vielen Gemeindegruppen werden könnte. Aber nicht nur das: Die Kirchenburg sollte auch ein Ort für neue Inhalte werden, die vom evangelischen Glauben her in die Gesellschaft wirken.

Gastfreundlich

Umgehend fanden internationale Workcamps statt. Viele Gruppen kamen über die Kontakte der Kirchengemeinde, wie die der Konfirmanden aus Güttingen/ CH oder die Jugendgruppe der Partnergemeinde in Klagenfurt /A, oder die Erwachsenen aus Wisconsin / USA. Andere fanden von sich aus zur Kirchenburg, wie die Jugendgruppe aus Berlin / D, oder die Pfadfinder aus Marseille / F. Sie halfen tatkräftig mit, dass einzelne Bauprojekte durchgeführt werden konnten. In der Schule sind rustikale provisorische Übernachtungsmöglichkeiten für Jugendgruppen eingerichtet worden, Solarduschen, Schul- und Plumpsklos hergerichtet.

Das Umweltnetzwerk, das verschiedene städtische Nichtregierungsorganisationen zusammenschließt, hat hier eine Bleibe und einen Wirkungsort gefunden.

Grün

In der Grünen Kirchenburg Hammersdorf wird die Expertise der Kirchengemeinde Hermannstadt in ökologischen Belangen (http://hermannstadt.evang.ro/oekomanagment/) weiter formalisiert und entwickelt. Das ist sowohl nach innen gerichtet (Kirchengemeinden werden in ihrem Engagement für die Bewahrung der Schöpfung vernetzt und unterstützt), als auch nach außen (Institutionen werden zum Engagement für die Umwelt angeregt und begleitet).

Ganzheitlich

“Um eigene Angebote zu entwickeln, die gesellschaftliche Relevanz haben, hat das Projektteam Anfang 2013 Leitlinien entwickelt.”, berichtet Elfriede Dörr. “Diese Leitlinien sind der rote Faden für alle entwickelten Bildungsprojekte des vergangenen Jahres. Sie gehen von einem ganzheitlichen Menschenbild aus, und setzen einen wichtigen Kontrapunkt zur gängigen schulischen Pädagogik.”

-  Eine Spiritualität im Einklang mit der Natur wird eingeübt und gelebt.

-  Langsamkeit, Stille, Anwesenheit finden ihren Platz im Leben.

-  Die Evangelische Kirche nimmt Verantwortung für Umweltthemen wahr.

-  Kinder und Jugendliche sind begeistert für Natur und Umweltschutz. Zusammen mit den Erwachsenen übernehmen sie Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung.

-  Nachhaltige Technologien schaffen Raum für Leben.

-  Ein ganzheitliches Bildungskonzept für Herz, Kopf und Bauch ist leitend für die zu entwickelnden Angebote.

-  Diskussionen gestalten wir als kritische Aushandlungsprozesse.

-  Lebenslanges Lernen als pädagogische Haltung verweist Anbieter und Zielgruppen wechselseitig aneinander.

Die meisten Projekte wurden ehrenamtlich durchgeführt. So kam es zu: Fahrradtouren, Wandertage und Brotbacktage, ein Kinder-Umweltclub, Spielenachmittage, die allesamt großen Anklang fanden. Begeisterte Eltern erkundigen sich bereits nach weiteren Angeboten. Eine Stelle für eine Ifa Kulturassistentin war eine wichtige Voraussetzung alle diese Projekte zu stützen und weitere zu entwickeln. Der Hammersdorf-Blog gibt über alle diese Ereignisse regelmäßig Auskunft (kirchenburghammersdorf.blogspot.ro). Doch auch die anderen Gemeindeglieder konnten Hammersdorf neu entdecken: Etwa beim Erntedankfest des gesamten Gemeindeverbandes, das 2013 erstmals in Hammersdorf gefeiert wurde. Die alle zwei Wochen stattfindenden Gottesdienste erfreuen sich durch die Gäste, Freiwilligen und Projektmitarbeiter wieder eines zahlreicheren Besuches und vereinzelte Orgelkonzerte runden das Gemeindeleben in Hammersdorf ab.

“Die Kirchenburg ist ein Ort des Segens”, sagt Elfriede Dörr, “und das spüren die Menschen.”

Stefan Bichler


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