Evangelische Kirchengemeinde A.B. Hermannstadt

Diakonie / servicii socialeServicii sociale comunitare

 

Freiwilligendienst in der Diakonie

Seit Anfang September diesen Jahres sind wir, Anabelle und Natalie, in der Evangelischen Kirchengemeinde Hermannstadt tätig. Hier absolvieren wir ein Jahr lang unseren IJFD (Internationalen Jugendfreiwilligendienst). Anabelles Mutter kommt aus Siebenbürgen, daher kam sie erst auf Rumänien und da sie es so sehr interessiert wo ihre Mutter herkommt, hat sie nach einer Organisation gesucht, die genau dorthin ihre Freiwilligen entsendet. Sie ist dadurch auf EVIM und die Evangelische Kirche hier in Hermannstadt gestoßen, letzten Endes haben sie die Projekte, die hier sind, ganz überzeugt . Natalie hat sich nach Projekten auf der ganzen Welt umgesehen (z.B. Nicaragua, Tansania und Rumänien) ohne ein bestimmtes geographisches Ziel zu haben. Letztendlich gefiel ihr das Projekt in der Evangelischen Kirchengemeinde aufgrund seiner Vielseitigkeit am besten. Auch die vergleichsweise geringe Distanz zu Deutschland und dass man in der Gemeinde deutsch spricht, spielten schlussendlich eine entscheidende Rolle.

Wir beide besuchen die älteren Gemeindemitglieder (70 Jahre oder älter). Diese Hausbesuche sehen von Person zu Person ganz unterschiedlich aus. Mit den einen reden und spielen wir nur, bei den anderen helfen wir im Haushalt, gehen einkaufen und unterstützen sie bei alltäglichen Aufgaben. Ab und zu besuchen wir sie auch im Krankenhaus oder im Altenheim. Neben den Hausbesuchen ist Natalie auch in der Jugendarbeit aktiv. Sie hilft sowohl beim Jugendchor, als auch beim Jugendkreis mit und trägt zur Gestaltung des Krippenspiels an Heiligabend bei.

Anabelle ist in den zwei Kinderchören wie auch bei den Kirchenführungen aktiv. Ihr Hauptprojekt ist allerdings in Schellenberg (etwas außerhalb von Hermannstadt), dort arbeitet sie im Betreutenwohnen auf dem „Diakoniehof Schellenberg“, der im ehemaligen Pfarrhof entsteht. Sie betreut dort zurzeit eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern, zusammen erledigen sie die Hausarbeit, wie Kochen und Putzen, aber auch im Garten beim Ernten wie auch bei der Pflege der Tiere hilft sie aus. Mit den Kindern geht sie regelmäßig raus und spielt auch mit ihnen.

In den letzten vier Monaten haben wir schon viele verschiedene Eindrücke gesammelt und freuen uns auf die restlichen acht Monate in denen es hoffentlich etwas entspannter ist als zur Weihnachtszeit.

Liebe Grüße, Anabelle und Natalie 

 

Zweimal jählich kommen viele der 35 Helfer und Helferinnen im Besuchsdienst unserer Kirchengemeinde zusammen, um sich über ihr Ehrenamt auszutauschen und für den Einsatz gestärkt zu werden. Auch neue Helferinnen sind herzlich willkommen und können sich jederzeit bei Annemarie Fazakas über diese Arbeit informieren.

Die Helfergruppe unserer Kirchengemeinde

Täglich sind sie in der Kirchengemeinde unterwegs: durch unsere 25 Helferinnen werden etwa 900 von den 1100 Gemeindemitgliedern erreicht. Helfer im Besuchsdienst - das sind Rentner, Angestellte und Studenten, die Menschen unserer Gemeinde zuhause besuchen und ein wenig erzählen, Kirchenbeiträge einsammeln, Gemeindebriefe und andere Informationen vorbeibringen, diakonische Probleme beim Pfarramt ansagen und versuchen, Hilfe zu vermitteln.

 

Unser Ziel ist es, soviel Helferinnen in der Gemeinde zu finden und sinnvoll einzuteilen, dass in allen Stadtvierteln die Gemeindeglieder etwa zweimal pro Jahr besucht werden können. Dafür sind unserer Einschätzung nach etwa 40 Leute nötig.  Im letzten Jahr konnten 5 neue Helferinnen gewonnen werden, leider sind auch zwei gestorben, Grete Frum und Elfriede Maier. Die Helferinnen hatten 2 Treffen im letzten Jahr. Es wurden folgende Themen  besprochene: Goldene Regeln fürs Gespräch,  Rollentausch, Besuchsdienst - wie und was?

 

Handwerklich-Soziales Praktikum

Nach dem Schulabschluss war Sebastian Peters noch nicht so ganz klar, für welche Ausbildung er sich entscheiden sollte.
Über einen beruflichen Kontakt seiner Mutter kam die Idee, ein Praktikum bei einer evangelischen Kirchengemeinde in Rumänien zu verbringen. Im vergangenen August machte er sich mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester auf ins 1 500 Kilometer entfernte Sibiu/Hermannstadt - seine neue Heimat auf Zeit.

Die evangelische Kirchengemeinde A.B. in Hermannstadt treibt viele soziale Projekte voran. Eines von ihnen ist das Projekt Hammersdorf: In einer historischen Kirchenburg entsteht ein Zentrum für Jugendarbeit und Umweltbildung. Dort hatte Sebastian Peters gleich in der ersten Woche seinen Einsatz und half mit vielen anderen Jugendlichen bei der Renovierung der Räume.
 
Nachdem er sein Zimmer im Pfarrhaus direkt im Zentrum bezogen hatte, entschied er sich für die Mitarbeit in der Werkstatt des Pfarrhauses. Die Arbeiten, die er dort erledigt, sind vielfältig und haben ihn inzwischen zum handwerklichen Allrounder gemacht. Sebastian Peters setzt Türen und Fenster ein, erledigt Maurerarbeiten bei der Kircheninstandhaltung und hilft bei der Renovierung des Kindergartens. Aber auch die Friedhofspflege und Brennholz machen für den Winter gehören zu seinen Aufgaben. Mit seinen Kollegen aus der Werkstatt gibt es kaum Verständigungsprobleme: Die meisten sprechen Deutsch, da sie Siebenbürgener Sachsen sind.

Sein lustigstes Erlebnis hatte der Sonnenbühler, als er zwei Wochen mit einem Kollegen arbeiten durfte, der kein Deutsch konnte. »Aber mit Händen und Füßen funktioniert auch die Verständigung«, erzählt Sebastian Peters. Befragt nach seinem eindrücklichsten Erlebnis sagt er:« Alle sind total nett und offen und akzeptieren einen so, wie man ist. Die Vorurteile, die man oft über Rumänen hört, sind Quatsch. Ich habe keine negativen Erfahrungen gemacht, ganz im Gegenteil.« Es gibt aber auch Erlebnisse, die dem 19-Jährigen deutlich vor Augen geführt haben, dass das Leben in Deutschland oft einfacher ist - beispielsweise was das Gesundheitssystem angeht.

Peters erzählt von einem Kollegen, der sich schlimm am Knie verletzt hatte. »Am Montag hat er den Krankenwagen angerufen, aber der kam erst am Dienstag, weil sie keine Lust hatten zu fahren. Auch im Krankenhaus muss erst mal die Schwester und der Arzt »bezahlt« werden, damit man überhaupt behandelt wird. Die Rumänen haben es da echt nicht leicht.«

Wenn Sebastian Ende Mai nach Sonnenbühl zurückkehrt, kann er auf ein spannendes und erlebnisreiches Jahr mit vielen neuen Erfahrungen zurückblicken. Er ist ein Stück gereift und auch beruflich ist inzwischen eine Entscheidung gefallen: Sebastian sucht einen Ausbildungsplatz im Bereich Lager/Logistik oder im Handwerk - etwa als Zimmermann, Schreiner oder Maurer. 

(Aus dem Reutlinger General-Anzeiger)

 

16.06.17

Jeden Dienstag um 18 Uhr laden wir zu einem Orgelkonzert ein.

 

31.05.17

Alice Matei wurde mit Taufwasser, Gebet und Segen der Gnade Gottes und der Fürsorge ihrer Paten anve...

 

22.05.17

Arthur Honeggers Werk erklingt am 8. und am 9. Juni 2017, jeweils 19 Uhr.

 

14.05.17

Einen wöchentlichen Gemüsekorb in Bio-Qualität kann man bei Frau Heinke Schüller abonnieren