Evangelische Kirchengemeinde A.B. Hermannstadt

BerichtVoluntari

 

Diakoniebericht 2016

Essen auf Rädern

Soziale Dienste und Unterstützungen in der Evangelischen Kirchengemeinde A.B. Hermannstadt

 Die Bürokratisierung des Lebens macht auch vor unserer Diakoniestelle nicht halt. Diakoniebeauftragte Annemarie Fazakas musste in diesem Jahr einen Teil ihrer Zeit damit verbringen, organisatorische Schritte und Verwaltungsmässige Vorgänge zu unternehmen, um die Arbeit unserer Gemeindediakonie zumindest teilweise von den staatlichen Stellen anerkennen zu lassen. Das hat neben der Zeitverschwendung auch gute Seiten, weil man die eigene Tätigkeit gut durchdenken muss, wenn man sie anderen erklären und in ein staatliches Raster einpassen muss. Das fängt schon bei dem Namen an: Am besten scheint zu passen: „Birou de asistenta sociala si servicii in comunitate“also „Büro für  Soziale Dienste und Unterstützungen in der Gemeinschaft“ .

Das Büro ist eingebunden in die Verwaltungs- und Organisationsstrukturen der Evangelischen Kirche A.B. in Hermannstadt und bietet folgende Leistungen in der Gemeinschaft:

·       Information und Beratung

·       Psychologische Beratung und je nach Fall fachgerechte therapeutische Maßnahmen

·       Außerschulische Bildung

·       Erleichterung des Zugangs zum Arbeitsmarkt

·       Hilfe bei der Suche einer Wohnung

·       Förderung eines gesunden aktiven Lebensstil

·       Sammlung, Lagerung und Verteilung von Hilfsgütern und Lebensmitteln

·       “Essen auf Rädern”

·       Monitorisierung und Unterstützung der alleine Lebenden und chronisch Kranken Gemeindemitglieder

·       Begleitung zur Vermeidung der sozialen Isolation

·       Unterstützung bei Aktivitäten des täglichen Lebens auszuführen

Im Zeitraum von Januar bis Dezember 2016 wurden folgende soziale Leistungen erbracht:

·       Es wurden mindest 61 Personen, die unterschiedliche Anforderungen hatten, aufgenommen und bewertet. Die Personen wurden besucht und bei 27 davon wurden Sozialanamnesen durchgeführt.

·       In dieser Zeitspanne wurden wöchentliche außerschulische Aktivitäten mit circa 25 Roma-Kindern durchgeführt, die in Hammersdorf wohnen. Diese Maßnahmen sollen zu ihrer Persönlichkeitsentwicklung beitragen.

·       Circa 11 sehbehinderte Menschen haben sich zwei mal im Pfarrhaus getroffen, im Gebet Zeit miteinander verbracht, sich über gemeinsame Probleme ausgetauscht und mit Unterstützung des Chores der Silberfädden gesungen.

Folgende Hilfeleistungen wurden in dieser Zeitspanne gewährt.

·       393 Personen erhielten Kleidung und Schuhe;

·       978 Personen bekamen verschiedene Medikamente, sanitäre Hilfsmittel;

·       127 Personen aus unserer Gemeinde, von denen die Mehrheit über 70 Jahre alt ist, wurden zu Hause besucht. Alleinstehende und Kranke wurden öfter besucht zwecks Begleitung zur Vermeidung der sozialen Isolation, Unterstützung zur Bewältigung täglicher Verrichtungen sowie Begleitung zum Arzt oder Besuch im Krankenhaus.

 

Für benachteiligte Personen, die eine Unterkunft suchten und länger von Sozialleistungen leben müssen und begleitet werden, wurden Verträge zur Bereitstellung dieser Leistungen abgeschlossen.

Am Diakoniehof Schellenberg fanden eine Unterkunft 7 Personen, im Haus auf der E.A. Bieltz-Straße Nr. 69 weitere 7 Personen.

Diese wurden regelmässig begleitet und besucht. Der hygienische Zustand der Wohnräume wird überprüft und verfolgt. Ausser den regelmässigen Besuchen sind wir auch telefonisch immer erreichbar gewesen.

Vor Ort werden ständig Aktivitäten durchgeführt, die Schritt für Schritt an die selbstverantwortliche Bewältigung des eigenen Lebens heranführt. Durch die psycho-soziale Begleitung erhalten die Bewohner Hilfe bei der Strukturierung eines gelingenden Tagesablaufs und Bewältigung des Alltags. Sie schöpfen neue Zuversicht, machen Erfahrungen in ihrer Selbstwirksam-keit und entwickeln daraus neues Selbstvertrauen und Eigeninitiative, die sie auf ihrem Weg in ein Leben ohne Unterstützung von außerhalb motiviert.

Zurzeit 25 Personen zählt das Projekt „Essen auf Rädern“. Für dieses Projekt wurde Ende vergangenen Jahres aus großzügigen Spenden der Schweizer Johanniter ein neues Auto sowie neue Kostschalen in Transportboxen gekauft.

Um die Qualität der Maßnahmen zu verbessern, bemühen wir uns, die Beziehungen zu den öffentlichen Dienstleistern von Sozialhilfe, zu den kommunalen Einrichtungen sowie zu den Nichtregierungsorganisationen weiterzuentwickeln.

 

Annemarie Fazakas, Diakoniebeauftragte


Diakoniebericht 2014

Im Rückblick auf das Jahr 2014 durften wir erneut erfahren wie wichtig die sozialen Aufgaben unserer Kirchengemeinde für Menschen in Not sind. Ebenso haben wir im Laufe der Jahre erfahren, dass es einen großen Unterschied zwischen sozialem Handeln und dem beruflichen Lösen von sozialen Problemen gibt. Damit unsere Sozialleistungen auch weiterhin funktionieren und bestehen, sind wir dankbar für all die erhaltenen Unterstützungen und Spenden, aus dem Ausland und aus dem Innland, sowie für die ehrenamtliche Arbeit die Viele aus unserer Kirchengemeinde leisten.

 

Unsere Dienstleistungen in denen wir im vergangenen Jahr präsent waren:

 

Essen auf Rädern

Unsere Kirchengemeinde bietet die Möglichkeit, durch das Projekt „Essen auf Räder“, 5 Tage pro Woche (Montag bis Freitag), für diejenigen die nicht mehr selbst kochen können oder wollen, eine warme Mahlzeit und liefert diese jeder Person direkt nach Hause. Der max. Kostenbeitrag beträgt 15,- Lei pro Mahlzeit/Tag, ist aber auch abhängig vom Einkommen. Bei geringem Einkommen wird der Beitrag von der Kirchengemeinde bezuschusst.

Im vergangenen Jahr haben etwa 40 Empfänger/Monat je eine warme Mahlzeit erhalten.

 

Betreutes Wohnen

Für unsere sozialen Projekte in Schellenberg und Neppendorf haben wir d. J. zwei Ehepaare gefunden, die mietfrei da wohnen und als Gegenleistung den Hausmeisterdienst und andere Tätigkeiten übernehmen.

Projekt Schellenberg

In den bisher eingerichteten Räumen wohnen 3 Familien und ein Alleinstehender. Die Bewohner sind Menschen mit kleinem- oder gar keinem Einkommen, die auf dem Arbeitsmarkt kaum eine Chance haben, weil sie krank oder behindert sind. Begleitung und Beratung erfolgt in kleinen Schritten und recht langsam, weil da ein intensiverer Einsatz nötig ist.

Die Hauptbeschäftigung dieser widmet sich naturnah und biologisch den Garten zu wirtschaften und die Versorgung und Pflege der Tiere.

Dank zweckgebundener Unterstützungen, konnten wir im vergangenen Jahr:

- eine Wohnung im Untergeschoss des gewesenen Pfarrhauses renovieren - Ende des Jahres ist da gleich eine 4- köpfige Familie eingezogen.

- das Dach der Scheune wurde komplett restauriert.

- das kaputte Joch der Glocke wurde durch ein Neues aus Eiche ersetzt und es wurden dringende Reparaturen am Zugwerk unternommen.

- von der Ev. Christusgemeinde Rheinhausen wurde eine Kleinorgel zur Verfügung gestellt.

Für dieses Jahr wurde der Einbau eines Bewässerungssystems für den Garten vorgesehen – die finanziellen Mittel dafür haben wir schon, Dank einer zweckgebundenen Spende.

Gebäude E.A.Bielzstr. Nr. 69

Das vom Deutschen Forum Hermannstadt übernommene Gebäude, bietet vorläufig ein Obdach für 2 Familien und 2 Alleinstehende.

Im Laufe des vergangenen Jahres ist es uns gelungen das Haus mit dem Nötigen auszurüsten (Geschirr, Bettwäsche, Waschmaschinen etc.)

Bis Ende vergangenen Jahres hat sich dieses Projekt selbst getragen.

 

Finanzielle Hilfen:

6 Personen wurden beim Ankauf gelegentlicher oder regelmäßiger Medikamente und Zahnarztbehandlungen unterstützt;

6 Personen wurden für dringende Notfälle unterstützt;

20 Personen wurden durch eine Partnerschaft (1-mal jährlich) unterstützt;

67 Personen wurden 3-mal jährlich unterstützt um ihr geringes Einkommen aufzubessern und die Unterhaltskosten zu bewältigen

 

Materielle Unterstützungen:

40 Personen wurden 2-mal jährlich mit Kleidern, Lebensmittel und Hygieneartikel durch eine Partnerschaft unterstützt.

 

38 pflegebedürftige, kranke und allein stehende Gemeindeglieder erhielten regelmäßige, sorgende Begleitung durch unsere 3 Krankenschwestern i.R. und der Ärztin i.R. Nicht nur der Gesundheitszustand dieser wurde verfolgt und versucht zu verbessern, sondern sie wurden auch mit Medikamente versorgt (nach Bedarf auch eingekauft) und manche wurden sogar in den Wintermonaten, regelmäßig, mit einer Unterstützung für Heizkosten versorgt.

 

Durch unsere Beratungsstelle kommen wir mit sehr vielen Mitgliedern unserer Gesellschaft in Kontakt, derer Existenz auf verschiedener Weise bedroht ist. Unsere Kirchengemeinde steht den Betroffenen zur Seite, berät sie und hilft ihnen kostenlos wo sie nur kann.

Um Armutsbetroffene sozial zu unterstützen, wo unsere Kräfte nicht ausreichen, können wir mindestens vermitteln wo sie ihre Lage verbessern können und können sie einige Zeit begleiten.

Ziel unserer Arbeit ist, die eigenen Kräfte der Menschen in Notlagen zu stärken und Veränderung zu bewirken.

 

Diakoniebericht 2012

Diakoniebericht_2013.pdf

Den Diakoniebericht des Jahres 2012 können Sie hier als PDF-Datei (0,3 MB) ansehen.


05.10.17

Am Freitag, den 6. Oktober, lädt HInz&Kunzt um 18 Uhr zu einem Klezmerkonzert in die Grüne Kirchenbu...

 

18.08.17

MetaOrganum ist eine interaktive Audio-Video- Installation rund um die große Orgel, die vom 25. - 27...

 

25.07.17

„Die Jagd nach Mister M. – Martin Luther und seine Freunde“

 

20.07.17

Anläßlich des großen Sachsen-treffens lädt unsere Kirchengemeinde am 6. August zu einem Gottes-diens...