Evangelische Kirchengemeinde A.B. Hermannstadt

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60 Holzkirchen

60 Holzkirchen ist eine Dokumentarausstellung über verlassene, geplünderte und vergessene kirchliche Denkmäler. Bis vor kurzem dienten sie als Ausgangspunkt der Konstruktion tiefgreifender Konzepte nationaler rumänischer Identität, Tradition u.a. Paradoxer Weise ging dieser theoretische Diskurs innerhalb der letzten siebzig Jahre mit einem langsamen Verfallsprozess des ländlichen Raumes einher. Von den Staatsideologien stets an den Rand der Geschichte gedrängt, stellen die Holzkirchen dennoch ein authentisches, im gesamteuropäischen Kontext wahrgenommenes Element dar. Was ist heute von diesem Denkmalerbe geblieben?  Dem Ausstellungsprojekt liegt eine beinahe dreijährige wissenschaftliche Dokumentationsarbeit zugrunde, die von Mitgliedern und Partnern der Stiftung DALA ehrenamtlich durchgeführt wurde.
Partner: Das Museum des rumänischen Bauern, die Universität für Architektur Bukarest, die Universität der Künste Bukarest, die Fakultät für Architektur Temeswar, die Stiftung ProPatrimoniu und die Artis Peretia-Stiftung.

 

In ihrem Blog schreibt Andra Joeckle, aktuell Stadtschreiberin von Hermannstadt: hermannstadtsibiu.blogspot.com

 

"Die Ausstellung "60 Holzkirchen" in der sog. "Ferula" der evangelischen Kirche (seit 4. Dezember 2009) verdankt sich einer dreijährigen ehrenamtlichen Dokumentationsarbeit der Stiftung DALA sowie der Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinde A. B. Hermannstadt. Die Evangelische Kirchengemeinde A. B. unterstützt eine Ausstellung über orthodoxe Kirchen! (Als ich die auf der Einladung zur Vernissage angegebene Website www.dala.ro aufrufen will, bekomme ich leider die Warnmeldung, die Seite beschädige evtl. meinen Computer.)

 

Man kann zu den Holzkirchen hinaufschauen (Projektionen) oder sich zu ihnen hinunterbücken und in ihnen blättern (Dokumentationsmappen am Boden ausgelegt). Man kann sie in die Hand nehmen (lose Blätter) oder sie leuchten sehen im Scheinwerferlicht und leuchtende Augen bekommen. Man kann in ihnen lesen (Projektionen von Wörtern, Satzbruchstücken, oamen, erhasche ich ein Wort, das heißt Mensch, übersetzt mir mein Stehnachbar). Sie rasen vorbei, verflimmern, man versucht vergeblich, sie zu sehen, festzuhalten, zu retten, sie rasen davon, wen in den endgültigen Verfall; und dann verlangsamen sie sich doch wieder, schenken Ruhe, Form, Erkennbarkeit und man kann mit dem Augen auf ihnen langsam entlangwandern, -streifen. Kurz: man kann sehr viel mit ihnen anfangen. Doch sie sind auch sehr gefährdet. Und wie viel Geld fließt in den Bau hässliche Betonkirchen.

 

Der Initiator der Holzkirchennothilfe-Projekts, ein junger Kunsthistoriker, zeigt mir das Dach einer der Holzkirchlein, durch das Wind und Wetter dringt und die kostbaren Wandmalerien zerstört. So ein Gesicht! (s. Foto oben). Der restliche Körper schon Raub der Erosion, unkenntlich. Schade, bedauern wir, dass es kaum mehr Schindelmacher gibt und vor allem kein Geld für dieses herrliche Handwerk: 80 bis 100 Jahre halten Holzschindeln. Das Holz für sie muss zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort gefällt vom richtigen Manne gefällt werden. Das Mark ist nicht geeignet, zu unruhig, die Rinde auch nicht. Die Schindeln müssen so verlegt werden, dass die Wuchsrichtung des Baums beachtet wird, Wurzeln unten, Krone oben, damit Wasser abfließt. Und wer weiß schon von dem Geheimnis, dass nur Bäume geeignet sind, die eine sogenannte Linksdrehung aufweisen.

 

... (nur ein kurzer, frischer Eindruck, nach der Ausstellungseröffnung skizziert)"

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