{"id":4007,"date":"2020-04-02T22:10:00","date_gmt":"2020-04-02T19:10:00","guid":{"rendered":"https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/?page_id=4007"},"modified":"2020-04-02T22:47:28","modified_gmt":"2020-04-02T19:47:28","slug":"brukenthalmuseum","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/ro\/cultura-turism\/brukenthalmuseum\/","title":{"rendered":"Muzeul Brukenthal"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"csc-firstHeader\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-2427\" src=\"https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/5a5f9d026e.jpg\" alt=\"\" width=\"340\" height=\"489\" srcset=\"https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/5a5f9d026e.jpg 417w, https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/5a5f9d026e-209x300.jpg 209w\" sizes=\"auto, (max-width: 340px) 100vw, 340px\" \/>Parohia Evanghelic\u0103 C.A. Sibiu \u0219i Muzeul Brukenthal<\/h2>\n<p class=\"bodytext\">Die Gr\u00fcndung des ersten \u00f6ffentlichen Museums im S\u00fcdosten Europas verdankt sich einem der bedeutendsten M\u00e4nner der Siebenb\u00fcrger Sachsen. Samuel von Brukenthal (1721-2803) entschloss sich nach dem Tod des Vaters, sein Erbteil f\u00fcr eine fundierte Ausbildung zu verwenden.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/kultur\/brukenthalmuseum\/unser-leitbild\/\">Unser Leitbild f\u00fcr das Brukenthalmuseum finden Sie hier<\/a><\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Dem Studium der Rechtswissenschaften in Halle und Leipzig folgte der Aufstieg in \u00f6sterreichischem Staatsdienst, der schlie\u00dflich durch Kaiserin Maria Theresia mit der Ernennunng zum Gouverneur von Siebenb\u00fcrgen gekr\u00f6nt wurde. Heute ist Samuel von Brukenthal \u00fcber die Landesgrenzen hinweg vor allem als Stifter jenes Museums bekannt, das auch heute noch seinen Namen tr\u00e4gt und nach wie vor in dem 1791 erbauten Barockpalais am Gro\u00dfen Ring in Hermannstadt untergebracht ist, das f\u00fcr die Aufnahme der Sammlungen bereits bei seiner Erbauung bestimmt war.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Noch w\u00e4hrend seiner letzten Lebensjahre lie\u00df Samuel von Brukenthal das Haus mit seinen in f\u00fcnfzig Jahren erworbenen und gesammelten Kunstsch\u00e4tzen f\u00fcr das gro\u00dfe Publikum \u00f6ffnen und verlieh ihm bereits so jene Bestimmung, die er sp\u00e4ter testamentarisch festlegte. Er verf\u00fcgte, das seine Sammlungen von B\u00fcchern, Gem\u00e4lden und Kupferstichen sowie die Mineralien-, M\u00fcnz-, Antiken- und alle weiteren Sammlungen zusammenbleiben und nach Verl\u00f6schen der m\u00e4nnlichen Linie der Brukenthal\u2019schen Familie immerw\u00e4hrendes Eigentum des Evangelischen Gymnasiums in Hermannstadt werden und zu bestimmten \u00d6ffnungszeiten \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich sein sollten. Einige Jahre vergingen, bis das Museum schlie\u00dflich 1817 vom damaligen Stadtpfarrer von Hermannstadt feierlich er\u00f6ffnet werden konnte.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Nachdem der letzte m\u00e4nnliche Erbe verstarb, gelangten Museum und Palast 1872 in den Besitz der Evangelischen Kirche, da das Gymnasium, nun ebenfalls nach Brukenthal benannt, ihr geh\u00f6rte. Die Sammlungen wurden durch ein Kuratorium verwaltet, das aus dem Stadtpfarrer und einem Mitglied des Landeskonsistoriums, sp\u00e4ter auch aus dem jeweiligen Direktor des Museums, bestand. Fortan wurde das Museum auch durch Leihgaben und Schenkungen aus den umfassenden Kunstbest\u00e4nden der evangelischen Kirchengemeinden Siebenb\u00fcrgens bereichert. Zahlreiche kirchliche Altert\u00fcmer wie Vasa Sacra aus Edelmetall, kostbare mittelalterliche Messgew\u00e4nder, liturgische Manuskripte und Inkunabeln, osmanische Teppiche, gotische Skulpturen und Fl\u00fcgelalt\u00e4re fanden Eingang in die Sammlungen. Angesichts der zahlreichen Zug\u00e4nge wurde aus Raummangel die Ferula der Evangelischen Stadtpfarrkirche ab den zwanziger Jahren als Ausstellungsraum f\u00fcr die \u201ekirchlichen Alterth\u00fcmer\u201c verwendet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2449\" src=\"https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/B2.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" srcset=\"https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/B2.jpg 1000w, https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/B2-300x177.jpg 300w, https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/B2-768x454.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-2444 \" src=\"https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/BUDAFI081.jpg\" alt=\"\" width=\"416\" srcset=\"https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/BUDAFI081.jpg 1000w, https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/BUDAFI081-300x200.jpg 300w, https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/BUDAFI081-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p class=\"bodytext\">1948 wurde das Museum unter kommunistischer Herrschaft verstaatlicht, blieb jedoch im Bewusstsein der \u00d6ffentlichkeit stets der bedeutendste Kulturhort der Evangelischen Kirche. Die Diversifikation des Brukenthalmuseums, die schon in der Sammlung Brukenthals angelegt war, m\u00fcndete jetzt in die Gr\u00fcndung eines Museumskomplexes mit inzwischen f\u00fcnf Museen an sieben Standorten. W\u00e4hrend die Kunstsammlungen im Palais verblieben, kamen andere Best\u00e4nde in der Zeit des Kommunismus und kurz nach der Wende an die neuen Standorte oder dienten dazu, die Sammlungen anderer Museen auf rum\u00e4nischem Territorium zu bereichern. W\u00e4hrend 19 wertvolle Gem\u00e4lde aus der Nationalgalerie Bukarest inzwischen zur\u00fcckgekehrt sind, befinden sich zahlreiche Objekte noch immer im Gewahrsam anderer Einrichtungen: im ASTRA-Museum Hermannstadt, im Nationalarchiv Hermannstadt oder im Nationalen Geschichtsmuseum in Bukarest.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Durch den Entscheid Nr. 614 vom 21. November 2005 der Sonderkommission f\u00fcr die R\u00fcckerstattung von G\u00fctern, die kirchlichen Einrichtungen geh\u00f6rt haben, und ein zwischen der Evangelischen Kirche und der rum\u00e4nischen Regierung unterzeichnetes Abkommen vom 28. Dezember 2005 wurde die rechtm\u00e4\u00dfige R\u00fcckgabe von Palais und den 1948 enteigneten Sammlungen besiegelt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Es wurde zudem vereinbart, dass die Sammlungen gem\u00e4\u00df dem Wunsch Samuel von Brukenthals weiterhin f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich bleiben sollten, und dass die bestehende staatliche Museumsinstitution auch weiterhin diese G\u00fcter betreuen d\u00fcrfe.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Das Museum wird seit Unterzeichnung des Abkommens von einem Generaldirektor und einem Verwaltungsrat geleitet, in dem die Evangelische Kirche parit\u00e4tisch vertreten und dadurch an der Entwicklung des Museums mitbeteiligt ist. Dadurch, dass sowohl F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten des Landeskonsistoriums der Evangelischen Kirche A.B. in Rum\u00e4nien, als auch des Demokratischen Forums der Deutschen in Rum\u00e4nien die Vertretung der Evangelischen Kirchengemeinde Hermannstadt wahrnehmen, werden nicht nur die Interessen der Hermannst\u00e4dter Kirchengemeinde, sondern der gesamten deutschen Minderheit in die Museumsverwaltung eingebracht. Die uns vererbten Sammlungen und das Palais stellen wir in den Dienst der Gesamtbev\u00f6lkerung nicht nur Rum\u00e4niens, sondern aller Menschen, der Kultur, der V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung und Toleranz.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die uns auferlegte Pflicht, f\u00fcr den Fortbestand des Museums, die endg\u00fcltige R\u00fcckf\u00fchrung der w\u00e4hrend der kommunistischen Diktatur in andere Museen Rum\u00e4niens verbrachten Objekte wie auch f\u00fcr die bestm\u00f6gliche Pr\u00e4sentation der Sammlungen zum Nutzen der \u00d6ffentlichkeit Sorge zu tragen, nehmen wir mit gro\u00dfer Freude wahr. Dieser Pr\u00e4zedenzfall einer staatlich-privaten Mischverwaltung an einem rum\u00e4nischen Museum kann inzwischen auf eine bald vierj\u00e4hrige Erfolgsgeschichte zur\u00fcckblicken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"csc-header csc-header-n1\"><\/div>\n<p class=\"bodytext\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Parohia Evanghelic\u0103 C.A. 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