{"id":4048,"date":"2020-04-02T22:41:27","date_gmt":"2020-04-02T19:41:27","guid":{"rendered":"https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/?page_id=4048"},"modified":"2024-03-08T23:14:33","modified_gmt":"2024-03-08T21:14:33","slug":"lucrari-de-renovare","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/ro\/cultura-turism\/biserica-parohiala-evanghelica-sf-maria\/lucrari-de-renovare\/","title":{"rendered":"Lucr\u0103ri de renovare"},"content":{"rendered":"<h2>Renovarea bisericii \/\u00a0 partea a doua<\/h2>\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1675 alignnone\" src=\"https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/f73c98dce1.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"255\" srcset=\"https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/f73c98dce1.jpg 800w, https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/f73c98dce1-300x96.jpg 300w, https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/f73c98dce1-768x245.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/h3>\n<p>Zidul din partea estic\u0103 a transeptului de Nord:\u00a0 Epitafuri, ni\u0219e, resturi unori ferestre, \u0219i \u00eent\u0103riri istorice povestesc despre multiple adapt\u0103ri constructive.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/musik-a-la-carterenovierung-der-stadtpfarrkirche-teil-2\/\">Fotografii din timpul lucr\u0103rilor de renovare le pute\u021bi g\u0103si aici\u00a0<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Renovarea bisericii \/ partea 1 &#8211; 2008-2013<\/h2>\n<p class=\"bodytext\">Die Arbeiten an Kirchendach und Gew\u00f6lbe sind nun endlich abgeschlossen. Besonders arbeitsintensiv war die Erdbebensicherung durch einen Ringanker, die Fixierung der Gew\u00f6lberippen und die zimmermannsm\u00e4\u00dfige Ert\u00fcchtigung des historisch wertvollen Dachstuhls. Die Kirche ist 2014-2017 wieder t\u00e4glich f\u00fcr Besucher zug\u00e4nglich gewesen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">F\u00fcr den zweiten gro\u00dfen Abschnitt &#8211; Fassade und Innenraum &#8211; haben wir mit den Planungsarbeiten begonnen und versuchen, Finanzierungsm\u00f6glichkeiten herauszufinden.<\/p>\n<h2>Dies war einmal unser Kirchendach<\/h2>\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1466 alignnone\" src=\"https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/8e265576c2.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"222\" srcset=\"https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/8e265576c2.jpg 800w, https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/8e265576c2-300x83.jpg 300w, https:\/\/hermannstadt.evang.ro\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/8e265576c2-768x213.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/h3>\n<p class=\"bodytext\">Bauschutt als Fundgrube: eine Menge alter glasierter Dachziegeln wurden auf dem Kirchendach in der Schuttschicht \u00fcber den Gew\u00f6lben gefunden. Sie werden heute, zusammen mit den jetzigen Bibern, als Modelle f\u00fcr die neue Dacheindeckung dienen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Mehr als 500 Jahre, mit Sicherheit<\/h2>\n<p><strong>Aktuelle Ma\u00dfnahmen zur Sicherung der Kunstdenkm\u00e4ler in der Hermannst\u00e4dter Stadtpfarrkirche<\/strong><\/p>\n<p>Die Stadtpfarrkirche war einst mehr als ein ehrw\u00fcrdiges Gotteshaus. Emil Sigerus bezeichnete sie treffend als \u201eGedenkhalle\u201c der Siebenb\u00fcrger Sachsen: Hier befanden sich die Grablegen der h\u00f6chsten W\u00fcrdentr\u00e4ger der S\u00e4chsischen Nationsuniversit\u00e4t, der Kirche und der Stadt.<\/p>\n<p>Die ehrende Erinnerung an sie wurde bis zum neunzehnten Jahrhundert hin von ausgesprochener Pracht begleitet: Der Kirchenboden war mit kostbaren Grabsteinen gewisserma\u00dfen gepflastert; darauf standen die ehrw\u00fcrdigen Rats- und Zunftgest\u00fchle. \u00dcber den K\u00f6pfen der Gl\u00e4ubigen, an den W\u00e4nden, dr\u00e4ngten sich goldschimmernde Epitaphe in vielfachem Stilgemisch. Osmanische Teppiche und farbenfrohe Seidenbeh\u00e4nge schm\u00fcckten an hohen Feiertagen das Gem\u00e4uer; zu diesen Gelegenheiten trugen die evangelischen Geistlichen mittelalterliche Messgew\u00e4nder aus orientalischen und italienischen Brokatstoffen, schwenkten Weihrauchf\u00e4sschen und spendeten das Abendmahl aus vorreformatorischen Me\u00dfkelchen.<\/p>\n<p>Heute ist das phantastische Gepr\u00e4nge bis auf einen letzten Restbestand geschwunden. Allgemein gesprochen, ist dies eine Folge von \u00c4nderungen in der evangelischen Fr\u00f6mmigkeitskultur des 19. Jahrhunderts. Konkret betrachtet, handelt es sich dabei um eine Folge jener Restaurierungskampagne, die zwischen 1853 und 1855 statt fand und im Zuge derer die Stadtpfarrkirche ihrer Funktion als Ort des Gedenkens rigoros entledigt wurde. Ein Gro\u00dfteil der Kunst- und Erinnerungswerke ging bei der Purifizierungsma\u00dfnahme verloren; etwa sechshundert Objekte fanden nach und nach ihren Weg in das Brukenthalmuseum.<\/p>\n<p>Im Gegenzug gelangten Denkm\u00e4ler aus anderen Kirchen in die Stadtpfarrkirche, als die Ferula zu Beginn des Jahrhunderts als Ausstellungsraum f\u00fcr kirchliche Kunst des Brukenthalmuseums hergerichtet wurde. Als auch diese Objekte infolge der Nationalisierung des Brukenthalmuseums im Jahr 1948 durch die Staatswillk\u00fcr ins Brukenthalpalais abgezogen wurden, lie\u00df man nur zur\u00fcck, was an den Kirchenbau fest gef\u00fcgt war oder selbst f\u00fcr das Palais zu gro\u00df schien: die einzementierten Grabsteine und Epitaphien der Stadtpfarrkirche, aber auch die barocken Alt\u00e4re aus Dobring und Gro\u00dfscheuern.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit dem Taufbecken, der gotischen Kanzel und dem so genannten \u201ealten Altar\u201c der Stadtpfarrkirche bilden diese Denkm\u00e4ler einen \u00fcberaus wertvollen Bestand von Kunstdenkm\u00e4lern, wie er in variierender Spielart auch in den meisten anderen evangelischen Dorf- und Stadtkirchen anzutreffen ist.<\/p>\n<p>Nun, da die Stadtpfarrkirche einer neuerlichen Restaurierungskampagne entgegen sieht, galt es, einen sicheren Unterstand f\u00fcr ihre Kunstdenkm\u00e4ler zu finden \u2013 schlie\u00dflich sollten \u00e4hnlich dramatische Verluste wie im 19. Jahrhundert vermieden werden. Zu diesem Zweck konnte ein erfahrener Restaurator gewonnen werden. Mit Ferenc Mih\u00e1ly und seinen Mitarbeitern wurden die notwendigen Ma\u00dfnahmen zun\u00e4chst detailliert abgesprochen. Im Rahmen einer ersten Kampagne bauten die Restauratoren dann am 27. Januar die gef\u00e4hrdeten Kunstdenkm\u00e4ler der Ferula ab und transferierten sie in einen sicheren Bereich der Stadtpfarrkirche. Was, wie die alte Kanzel, nicht verr\u00fcckt werden konnte, war bereits vorher an Ort und Stelle gesch\u00fctzt worden. Orgelbauerin und -restauratorin Barbara Dutli k\u00fcmmerte sich derweil dankenswerterweise um die komplizierte Sicherung der Orgeln. Der Aufwand, der f\u00fcr die Anstellung eines Restaurators oder einer Restauratorin zur Durchf\u00fchrung von derartigen Sicherungsma\u00dfnahmen notwendig ist, steht in keinem Verh\u00e4ltnis zu den Sch\u00e4den oder Verlusten, die entstehen, wenn auf ihn bzw. sie verzichtet wird. Geborgen vor Diebstahl und Besch\u00e4digung, harren die ererbten Kostbarkeiten nun unter optimalen konservatorischen Bedingungen aus, bis die Stadtpfarrkirche wieder f\u00fcr ihre Aufnahme bereit ist.<\/p>\n<p>Im Rahmen einer zweiten Sicherungskampagne wird dann in B\u00e4lde auch der ber\u00fchmte \u201ealte Altar\u201c sorgsam untergestellt werden. In diesem Jahr feiern wir seinen f\u00fcnfhundertsten Geburtstag. Und wir tun alles daf\u00fcr, dass er noch viele weitere erlebt.<\/p>\n<p><em>Frank-Thomas Ziegler<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Erdbebensicher oder Denkmalgerecht?<\/h2>\n<p><strong>Der letzte Herbst war von kontroversen Diskussionen in Sachen Kirchenrenovierung gepr\u00e4gt. Haupts\u00e4chlich ging es um die Art, wie die Sch\u00e4den an Dachstuhl und Gew\u00f6lbe behoben werden sollen. Hier prallten zwei Kulturen aufeinander, die sich trotz zeit- und geldintensiven Bem\u00fchungen des Presbyteriums nicht in Einklang bringen lie\u00dfen. Bis heute.<\/strong><\/p>\n<p>Am weitesten gehen die Meinungen in zwei Punkten auseinander: der Erdbebensicherung und der Befestigung der\u00a0 Gew\u00f6lberippen. \u00a0Die im Projekt eingebundenen deutschen Fachleute, allesamt ausgewiesene Spitzenkr\u00e4fte auf dem Gebiet der Restaurierung von Baudenkm\u00e4lern, setzen \u2013 vereinfacht gesagt &#8211; auf eine handwerksm\u00e4\u00dfige Ert\u00fcchtigung des Dachstuhls und der Mauerkronen und berechnen den Einbau von Zugankern in Mittel- und Seitenschiff als ausreichenden Erdbebenschutz.<\/p>\n<p>Die rum\u00e4nischen Statik-Ingenieure, ebenfalls anerkannte Fachleute, halten eine viel massivere L\u00f6sung f\u00fcr notwendig, die zus\u00e4tzlich einen Betonringanker auf der Innenseite der Mauerkrone vorsieht, der durch eine weitere Ebene von Stahlankern versteift wird. Daran werden nun an der Oberseite des Gew\u00f6lbes Rippen aus verleimtem Holz abgest\u00fctzt, an denen die darunterliegenden Gew\u00f6lberippen befestigt werden.<\/p>\n<p>Das ist nicht ohne erhebliche Sch\u00e4den an historischer Substanz durchzuf\u00fchren, sei technisch sehr schwer zu realisieren und w\u00fcrde den Kostenrahmen sprengen, meint die westeurop\u00e4ische Seite. Das ist die vom gesetzlich vorgesehenen Erdbebenschutz her gesehene Minimal-Variante, halten die hiesigen Ingenieure dagegen; sie ist von den Firmen-Angeboten her als durchf\u00fchrbar ausgewiesen \u2013 ein vom rum\u00e4nischen Denkmalamt wie auch von den EU-Finanzierungsstellen bewilligtes Projekt.<\/p>\n<p>Etliche Fachgespr\u00e4che in Hermannstadt und Bukarest bringen keine Einigung. Und die Zeit dr\u00e4ngt, da der Zeitplan der Umsetzung des Projektes nicht noch mehr strapaziert werden kann.<\/p>\n<p>Klar ist: die Stadtpfarrkirche ben\u00f6tigt eine Konsolidierung. Und selbst, wenn die Kirchengemeinde dieses Projekt abbrechen w\u00fcrde, um ein anderes neu aufzubauen (inklusive Finanzierung), w\u00fcrde sie wiederum vor dieselbe Bukarester Denkmalkommission kommen, nach deren Vorgaben in Sachen Erdbebenschutz \u00a0das erste bereits erstellt und bewilligt wurde.<\/p>\n<p>Das ist einer der wichtigen Gr\u00fcnden, der das Presbyterium bewegt, zu entscheiden, das Projekt fortzusetzen &#8211; nicht leichten Herzens, daf\u00fcr aber mit einem gesch\u00e4rften Blick f\u00fcr die Schutzbed\u00fcrftigkeit dieses alten Gotteshauses. Und der wird n\u00f6tig sei, um bei den vielen Entscheidungen, die die Arbeiten in den n\u00e4chsten beiden Jahren begleiten werden, den besten Weg zwischen Denkmalvertr\u00e4glichkeit und rum\u00e4nischer Gesetzeslage zu finden.<\/p>\n<p><em>Kilian D\u00f6rr<\/em><\/p>\n<p><b><a href=\"\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Sanierungskonzept-Krekeler-kl.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gesamtkonzept von Architekt Krekeler f\u00fcr die Sanierung der Hermannst\u00e4dter Stadtpfarrkirche\u00a0hier zum downloaden.<\/a><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Renovarea bisericii \/\u00a0 partea a doua Zidul din partea estic\u0103 a transeptului de Nord:\u00a0 Epitafuri, ni\u0219e, resturi unori ferestre, \u0219i \u00eent\u0103riri istorice povestesc despre multiple adapt\u0103ri constructive. 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