Relații ecumenice

Confratii ecumenici

Am 9. jedes Monats um 9 Uhr abends treffen sich die Stadtpfarrer der „historischen Kirchen“ aus Hermannstadt reihum in den Pfarrhäusern . Dieses Treffen dient der Pflege der Beziehungen, der pastoralen Beratung unter Kollegen, der Besprechung ökumenischer Projekte. Hier werden auch die Gottesdienstmaterialien für die jährliche Gebetswoche für die Einheit der Christen besprochen und an die lokalen Verhältnisse angepasst.

Die Kollekte dieser ökumenischen Gebetswoche geht jeweils an ein soziales Projekt in Hermannstadt: Suppenküche, Frauenhaus, Strassenkinderarbeit, Behindertenwerkstatt.

Ökumene der reformatorischen Kirchen von Hermannstadt

Die reformierte Gemeinde und unsere evangelische Kirchengemeinde pflegen dank der Leuenberger Konkordie von 1973 Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft. Das wird jedes Jahr in dem Reformationsgottesdienst gefeiert. So auch dieses Jahr an dem Sonntag nach dem 31. Oktober in der reformierten Kirche. Es ist jedes Jahr ein Gottesdienst, für den weniger theologische Fragen zur “Einheit in versöhnter Verschiedenheit” im Vordergrund stehen, sondern vielmehr praktische Fragen, wie die der zu verwendenden Sprache. Soll jede Textpassage aus dem Ungarischen ins Deutsche übersetzt werden? Oder umgekehrt? Sollen die Sprachen alternativ benutzt werden ohne dass jedes Wort übersetzt wird? Kann die rumänische Sprache genutzt werden? Oder soll man auf die lateinische Sprache zurückgreifen?

Wir haben es dieses Jahr so gehalten, dass die Liturgie in der Sprache der gastgebenden Gemeinde, also ungarisch, gebetet wurde; wichtige Schriftlesungen zweisprachig gehalten wurden, und die Predigt auf rumänisch, der in beiden Gemeinden leidlich bekannten Sprache.

Elfriede Dörr

 

Stationen der Ökumene in Hermannstadt

1989: ein gemeinsames Gebet der Vertreter der verschiedenen Kirchen auf dem Großen Ring mitten in den Unruhen der Wende.

1990: zweisprachiger Ostergottesdienst für alle Konfessionen und Nationalitäten unter freiem Himmel auf dem “Alten Berg” bei Hermannstadt.

1993: Beginn der zwei- und dreisprachigen “Ökumenischen Abendandachten” in der Johanniskirche- erst alle zwei Wochen und später am 1. Dienstag des Monats, um 17 Uhr (während der Studienzeit der Theologiestudenten).

1996: Nachdem die “Ökumenische Gebetswoche” – später “Gebetswoche für die Einheit der Christen” auf 5 Gottesdienste beschränkt wurde (nach der Zahl der “historischen” Kirchen in Hermannstadt) und der Termin so verlegt wurde, daß die “Woche” mit dem “Weltge-betstag” (der Frauen) schloss, war man von nun an jeden Abend Gast in einer anderen Kirche und sah sich so als “wanderndes Gottesvolk”. (Ein besonderer Höhepunkt war der Abschluss der ÖGW im Jubeljahr 2000 in der Stadtpfarrkirche mit zwei Bischöfen, einem Erzbischof und einem Mitropoliten).

1999: Die Pfarrer, die an den Ökumenischen Abendandachten teilnehmen, beschließen, sich regelmäßig jeweils am 9. Des Monats um 9 Uhr abends bei einem anderen Pfarrer zum brüderlichen Gespräch zu treffen. Höhepunkt des 9. 09. 1999 um 9 Uhr im Bergkloster “Schitu”.

2001: Am Gründonnerstag begibt sich die Jugend der verschiedenen Konfessionen auf einen “Kreuzweg” von Kirche zu Kirche. Im demselben Jahr: ein gemeinsamer Pfingstgottesdienst der Kirchen unter freiem Himmel (bei strömendem Pfingstregen) am See im Dorfmuseum.

2002.23.01.: Während Vertreter der Religionen, von Papst Johannes Paul II. eingeladen, in Assisi für den Frieden beten, tun das Gleiche Christen der verschiedenen Konfessionen in der römisch katholischen Kirche in Hermannstadt.

2002.01.03.: “Weltgebetstag”. An diesem Tag beten Christen in der ganzen Welt für Rumänien. Frauen verschiedener Konfessionen Rumäniens haben die Ordnung für den Gottesdienst – auch für einen Kindergottesdienst – ausgearbeitet. In der evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt wird der gemeinsame dreisprachige Gebetsgottesdienst gehalten.

Zu der kleinen jüdischen Gemeinde in Hermannstadt bestehen freundschaftliche Beziehungen. Immer wieder werden Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde zu großen Feiertagen eingeladen.
Gott sei Dank.

Siegfried Schullerus