Die Helfergruppe unserer Kirchengemeinde
Täglich sind sie in der Kirchengemeinde unterwegs: durch unsere 38 Helfer werden etwa 1100 von den 1300 Gemeindemitgliedern erreicht. Helfer im Besuchsdienst - das sind Rentner, Angestellte und Studenten, die Menschen unserer Gemeinde zuhause besuchen und ein wenig erzählen, Kirchenbeiträge einsammeln, Gemeindebriefe und andere Informationen vorbeibringen, diakonische Probleme beim Pfarramt ansagen und versuchen, Hilfe zu vermitteln.
Unser Ziel ist es, soviel Helferinnen in der Gemeinde zu finden und sinnvoll einzuteilen, dass in allen Stadtvierteln die Gemeindeglieder etwa zweimal pro Jahr besucht werden können. Dafür sind unserer Einschätzung nach etwa 40 – 45. Im letzten Jahr konnten 5 neue Helferinnen gewonnen werden, leider sind auch zwei gestorben, Grete Frum und Elfriede Maier. Die Helferinnen hatten 2 Treffen im letzten Jahr, ein drittes im November kam leider nicht zustande. Es wurden folgende Themen besprochene: Goldene Regeln fürs Gespräch, Rollentausch, Besuchsdienst - wie und was?
Werden Sie ehrenamtliche Mitarbeiter - ein Lichtstrahl für ältere Menschen, die uns brauchen!
Die Evangelische Kirchengemeinde A.B. lädt Sie ein, bei den verschiedenen Projekten/Aktivitäten mitzumachen: Hausbesuche, Verteilung von Nahrungsmitteln, soziale Aktivitäten und Freizeitgestaltung, Vermittlung bei Arztbesuchen und anderen Institutionen, Besuche während der Krankenhausaufenthalte, Begleitung bei der Entlassung aus dem Krankenhaus sowie zu Hause, Mithilfe bei Kleideraufteilung
im Stadtpfarrhof.
Warum ehrenamtlicher Mitarbeiter werden?
1. Sie können Erfahrungen sammeln und Ihren Horizont erweitern.
2. Sie können aktiv am Leben der Gemeinschaft teilnehmen, indem Sie helfen, Probleme der Gesellschaft zu lösen.
3. Ihr Einsatz wird anerkannt und Sie werden zu besonderen Veranstaltungen für ehrenamtliche Mitarbeiter eingeladen.
4. Sie bereiten älteren Menschen eine Freude, und sei es auch nur mit einem Lächeln.
Wer Zeit und Energie hat, um sich in diesen Bereich der Gemeindearbeit einzusetzen, ist herzlich eingeladen, sich bei der Annemarie Fazakas oder Herr Marius Trifan zu melden, im Pfarrbüro (Dienstag bis Freitag zwischen 09:00-13:00 Uhr) oder auch telefonisch (0269/213141) erreichbar.
Handwerklich-Soziales Praktikum
Nach dem Schulabschluss war Sebastian Peters noch nicht so ganz klar, für welche Ausbildung er sich entscheiden sollte.
Über einen beruflichen Kontakt seiner Mutter kam die Idee, ein Praktikum bei einer evangelischen Kirchengemeinde in Rumänien zu verbringen. Im vergangenen August machte er sich mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester auf ins 1 500 Kilometer entfernte Sibiu/Hermannstadt - seine neue Heimat auf Zeit.
Die evangelische Kirchengemeinde A.B. in Hermannstadt treibt viele soziale Projekte voran. Eines von ihnen ist das Projekt Hammersdorf: In einer historischen Kirchenburg entsteht ein Zentrum für Jugendarbeit und Umweltbildung. Dort hatte Sebastian Peters gleich in der ersten Woche seinen Einsatz und half mit vielen anderen Jugendlichen bei der Renovierung der Räume.
Nachdem er sein Zimmer im Pfarrhaus direkt im Zentrum bezogen hatte, entschied er sich für die Mitarbeit in der Werkstatt des Pfarrhauses. Die Arbeiten, die er dort erledigt, sind vielfältig und haben ihn inzwischen zum handwerklichen Allrounder gemacht. Sebastian Peters setzt Türen und Fenster ein, erledigt Maurerarbeiten bei der Kircheninstandhaltung und hilft bei der Renovierung des Kindergartens. Aber auch die Friedhofspflege und Brennholz machen für den Winter gehören zu seinen Aufgaben. Mit seinen Kollegen aus der Werkstatt gibt es kaum Verständigungsprobleme: Die meisten sprechen Deutsch, da sie Siebenbürgener Sachsen sind.
Sein lustigstes Erlebnis hatte der Sonnenbühler, als er zwei Wochen mit einem Kollegen arbeiten durfte, der kein Deutsch konnte. »Aber mit Händen und Füßen funktioniert auch die Verständigung«, erzählt Sebastian Peters. Befragt nach seinem eindrücklichsten Erlebnis sagt er:« Alle sind total nett und offen und akzeptieren einen so, wie man ist. Die Vorurteile, die man oft über Rumänen hört, sind Quatsch. Ich habe keine negativen Erfahrungen gemacht, ganz im Gegenteil.« Es gibt aber auch Erlebnisse, die dem 19-Jährigen deutlich vor Augen geführt haben, dass das Leben in Deutschland oft einfacher ist - beispielsweise was das Gesundheitssystem angeht.
Peters erzählt von einem Kollegen, der sich schlimm am Knie verletzt hatte. »Am Montag hat er den Krankenwagen angerufen, aber der kam erst am Dienstag, weil sie keine Lust hatten zu fahren. Auch im Krankenhaus muss erst mal die Schwester und der Arzt »bezahlt« werden, damit man überhaupt behandelt wird. Die Rumänen haben es da echt nicht leicht.«
Wenn Sebastian Ende Mai nach Sonnenbühl zurückkehrt, kann er auf ein spannendes und erlebnisreiches Jahr mit vielen neuen Erfahrungen zurückblicken. Er ist ein Stück gereift und auch beruflich ist inzwischen eine Entscheidung gefallen: Sebastian sucht einen Ausbildungsplatz im Bereich Lager/Logistik oder im Handwerk - etwa als Zimmermann, Schreiner oder Maurer.
(Aus dem Reutlinger General-Anzeiger)







